Allgäu – und Bregenzerwald Tour des RT 88 BodenseeAllgäu und Bregenzerwald Tour 20.9.2015

Nachdem der RT 88 „sein“ Jubiläumstreffen in Friedrichshafen gut über die Bühne gebracht hatte, wollten die Mitglieder, noch einmal was für sich tun.

Hermann und Max hatten die Streckenführung detailliert und vorzüglich ausgearbeitet. Es ging vielfach über Nebenstraßen und so konnten wir oft ohne Störung durch sonstige Sonntagsfahrer und auch ohne andere zu behindern, zusammen bleiben und fahren.

Aber nun der Reihe nach.

Wir das waren 21 „Insassen“ in elf Autos. Neun 107er, davon acht SL und ein SLC. Blitzeblank geputzte Sterne. Dazu ließen wir großzügig einen schönen 129er mitfahren und sogar einem Porsche gewährten wir Gastfreundschaft.

Frühmorgens um neun Uhr trafen wir uns am Stammtisch-Lokal in Kemmerlang bei Ravensburg und starteten trotz nicht ganz optimalen Cabrio Wetters dennoch offen. Und bei 70-80 km/h fährt sich’s auch fast trocken unterm Regen durch…… Zeitweise kam sogar die Sonne raus. Die zehn Klassiker und der fremde Porsche – Karl-Hans hatte seinen SL kurzfristig dem Sohn überlassen (prima Vater) und „musste“ nun Porsche fahren – machten sich auf den Weg vom herrlichen Bodensee ins wunderschöne Allgäu.

Ein zweites – einfaches aber schmackhaftes – Frühstück wurde den Teilnehmern der Ausfahrt vom „alten“ und vom neuen RT-Leiter serviert. Im kleinen Örtchen Missen zwischen Isny und Immenstadt gab’s Butterbrezel und natürlich auch alkoholfreie Getränke.

Über enge Bergstraßen, durch romantische Dörfer und kleine Städte ging die Fahrt dann weiter. Es war ein toller Anblick, die vielen wunderschönen 107er in den Kehren der Bergstraßen hintereinander zu sehen. Da kann einem schon mal ein Schauer über den Rücken laufen. Ein herrlicher Anblick, die blitzenden Klassiker in Fahrt. Das meinten auch viele Wanderer an den Straßenrändern, die uns immer wieder begeistert zuwinkten.

Über Immenstadt, Blaichach, an Sonthofen vorbei, Ofterschwang, Bolsterlang, gelangten wir nach Oberstdorf. In den offenen 107ern konnten wir die prächtigen rotbunten Allgäuer Kühe nicht nur sehen, sondern auch hören. Die Glocken der Kühe mischten sich mit den sonntäglichen Kirchenglocken.

Leider stellte sich dann doch noch ein typischer, sehr kräftiger Allgäuer Schauer ein, mit unter’m Regen durchfahren war nichts mehr, und wir mussten die Autos wasserdicht machen.

Da Oberstdorf weitgehend autofrei ist, fuhren wir nach dem Ortsteil Tiefenbach gleich ein kleines nicht mehr asphaltiertes, sondern mehr oder weniger geschottertes Sträßlein hoch und gelangten oberhalb der berühmten Breitachklamm zur „Alpe Dornach“. Auf 1.000 m über Meereshöhe ist dort aus einer Berghütte ein großer Restaurationsbetrieb mit Hotel geworden.

Wir parkten unsere 107er nebeneinander. Unser „alter“ Leiter Wolfgang stellte die Jubiläumsfahne auf, die er dann an seinen Allgäu und Bregenzerwald Tour 20.9.2015Nachfolger Roland übergab. Auch geschlossen, ergaben die Autos ein herrliches Bild.

Hermann und Max hatten zwei Tische mit unserem Vereinsemblem kenntlich reserviert. Ein der Umgebung entsprechendes kräftiges Mittagessen stärkte uns für die Weiterfahrt. Die Sonne schien wieder und so fuhren wir unsere Verdecke trocken, bevor wir sie wieder geöffnet werden konnten.

Hoch auf den Riedbergpass, mit 1.420 Metern die höchste Passstraße Deutschlands, ging die Fahrt über Balderschwang, in einem der schneesichersten Hochtäler Deutschlands gelegen, in Richtung Bregenzerwald. Balderschwang (auf 1.044 Meter gelegen) ist die Gemeinde mit dem höchsten Ortskern Deutschlands und den meisten Niederschlägen (durchschnittlich 2.450 Litern pro Quadratmeter/Jahr). Der Ort war bis zur Fertigstellung der Riedbergpassstraße 1961 mit dem Auto nur von Österreich aus zu erreichen.

Wir durchquerten den schönen Bregenzerwald und erreichten über Hittisau und Krumbach den Ferienort Sulzberg, bereits nahe der Grenze. Die Sonne meinte es nun wieder gut, auch die Luft war klarer geworden und so konnten wir das atemberaubende Panorama auf die Berge des Bregenzerwaldes und Vorarlbergs genießen. Einige taten das auch auf der Terrasse des Restaurants, in dem wir uns dann noch Kuchen und Cappuccino gönnten.

In kleinen Gruppen oder auch solo traten wir dann die Heimfahrt an. Es war ein wunderschöner Tag, ohne jegliche Pannen (das Beste oder nichts….) und unser aller Dank gilt den Organisatoren. Ein gelungener und schöner Saisonabschluss. 

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