Was kann schöner sein als bei herrlichem Wetter mit Clubkollegen und Freunden an einer gut organisierten Ausfahrt teilzunehmen? Unter dem Motto „Ausfahrt ins Taubertal“ organisierte Ulrike und Christian eine 2-tägige Ausfahrt nach Wertheim und Bad Mergentheim. Schon die Fahrt durch den Odenwald und entlang der Tauber war ein Erlebnis. Nach kurzer Mittagspause ging es mit dem Burgbähnchen zur geführten Burg- und Stadtbesichtigung. Wir erfuhren, die ca. 1132 erbaute Burg entwickelte sich zu einem kulturellen Mittelpunkt und gehört zu den ältesten Burgen in Baden-Württemberg. Es ist anzunehmen, dass auch der Dichter Wolfram von Eschenbach längere Zeit auf der Burg anwesend war. Gleich dem Schicksal anderer Burgen wurde die Burg durch eine Pulverexplosion 1619 und Beschuß der kaiserliche Truppen im Dreißigjährigen Krieg weitgehend zerstört. Ende des vergangenen Jahrhunderts wurde die Burgruine mit erheblicher Unterstützung des Landes Baden-Württemberg saniert. Seit 1995 ist sie im Besitz der Stadt Wertheim.  

Gleich nach der Burg- und Stadtführung ging es weiter zur ehemaligen Zisterzienser-Abtei Kloster Bronnbach. Auch hier gab es wieder eine Führung durch das Kloster. Wir erfuhren viel über die Geschichte des Klosters und einiges über das damalige Klosterleben. Es gibt viele Ähnlichkeiten zum Kloster Maulbronn (nicht all zu weit von unserem Stützpunkt). Klosterleben ist eben Klosterleben, für die meisten von uns nicht so ganz nachvollziehbar.

Von hier aus fuhren wir, wie immer im Konvoi, nach Bad Mergentheim, Übernachtung im Hotel Deutsch Meister. Gemeinsames Abendessen gab es im Gasthaus „Zu Wilden Mann“. Das Essen schmeckte vorzüglich, die Bedienung war höflich und nett, so richtig wild wie befürchtet war der Gastwirt ja doch nicht. Am nächsten Morgen stand eine Führung in der Herrgottskirche in Creglingen auf dem Programm. Bekannt ist diese Kirche durch den wunderschönen Holzaltar von Tilman Riemenschneider (1460-1531). Näheres über diesen wunderschönen Altar kann man hier nachlesen. Absolut sehenswert waren aber auch der bemalte Hochalter, sowie der linke und rechte Seitenalter.

Wer nach diesen drei Führungen immer noch wissensdurstig war, der konnte noch einen Abstecher in das unweit von der Kirche gelegene Fingerhutmuseum machen. Erstaunlicherweise waren die meisten von uns immer noch wissensbegierig. Mittagessen und Abschluß der Veranstaltung war im herrlichen Weinlaubenrestaurant Schurk in Markelsheim. Was bleibt ist die Erinnerung an zwei wunderschöne Tage, an denen wir viel gesehen und vieles erfahren haben. Vielen Dank nochmals an Ulrike und Christian für diese schöne Ausfahrt.  

Konrad F.