Schweiz Tour des RT 41 Mönchengladbach vom 20.06.2009 bis zum 27.06.2009 Am Abend des 19.06.2009 war es endlich so weit. Zusammen mit zweien der insgesamt dreizehn Teilnehmer machte ich mich auf den Weg in den 790Km entfernten Kanton Graubünden, wo die diesjährige Mehrtagestour des RT 41 aus Mönchengladbach stattfinden sollte. Leider drohte schon in der Nacht bei Brohltal das Kraftstoffpumpenrelais meines Wagens die Reise zu beenden bevor sie überhaupt begonnen hatte. Doch dank des vierundzwanzig Stunden Dienstes der Mercedeswerkstatt in Koblenz und des ADAC´s konnte ich schon bald die Fahrt wieder aufnehmen und Lothar einholen. Die verbliebene Strecke verlief jedoch problemlos und so erreichten wir mit geringer Verspätung das kleine Bergdorf Bergün, wo nun nach und nach auch die anderen Teilnehmer der Schweiz Tour eintrafen. Nachdem alle vierzehn Teilnehmer im Hotel „Weisses Kreuz“ eingecheckt und ihre Koffer ausgepackt hatten, fanden sich alle in der berühmten, für uns reservierten Arvenstube des Hotels ein, um dort bei einem gemütlichen Abendessen den Tag ausklingen zu lassen. Den Sonntagmorgen begannen wir, wie auch die darauf folgenden Tage mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor wir um zehn Uhr abfuhren. Am Sonntagmorgen fuhren wir über den 40 km langen und zu diesem Zeitpunkt mit schneebedeckten Albulapass. Diese sich als eher schmal erweisende Straße führt durch das schöne Albulatal, dass nicht nur durch seine Landschaft, sondern auch durch die vielfältigen, dort zu erblickenden Kunstbauten der Rhätischen Bahn besticht. Weiter fuhren wir vorbei an St. Moritz, über den Malojapass nach Soglio. In Soglio einem malerischen Bergdorf machten wir dann unsere Mittagspause im ursprünglichen Pfarrhaus Stüa Granda, das über die letzten Jahrzehnte in ein komfortables Hotel mit Terrasse und freiem Blick nach Süden umgebaut wurde. Nach dem Mittagessen machten wir uns auf um das auf 1097 m Höhe gelegene Bergeller Bergdorf zu besichtigen. Eine Besonderheit dieses Dorfes ist es, das ausschließlich die Einheimischen dort mit ihren Autos hinein fahren dürfen. Für Besucher hat man eigens zwei Parkplätze außerhalb angelegt. Somit ist es keine Frage, dass dieser Ort ideal für Ruhesuchende und Naturliebhaber ist. Von dort aus ging es nun weiter über die italienische Grenze, rüber über den Splügenpass. Mit einer Steigung von 13% führt diese Straße auf eine Höhe von 2113 Metern über dem Meeresspiegel. Der Splügenpass war bereits den Römern bekannt und wurde auch von diesen genutzt. Heute stellt diese Passstraße, aufgrund ihrer enormen Kurven nicht nur eine Herausforderung für Autofahrer dar, sondern bietet auch jede Menge Fahrspaß. Bevor es nun zurück nach Bergün ging, machten wir noch einen Abstecher nach Viamala. Sieben Kilometer lang ist die Viamala Schlucht Zwischen Zillis und Thusis. Die Via Mala, der „böse Weg“, war seit der Römerzeit lange die einzige Verbindung zwischen dem Domleschg und dem Süden. Es war ein so gut wie ungesicherter Weg am Hang der Schlucht, oberhalb des reißenden Wassers. Erst im 18. Jahrhundert errichteten Transportgesellschaften Bogenbrücken aus Naturstein. In die Schlucht hinunter führen 321 Treppen. Aber auch von einer der Brücken aus hat man einen guten Blick in die Schlucht. Nach Besichtigung dieser beeindruckenden Schlucht machten wir uns schließlich auf den Rückweg. Im Hotel angekommen begaben wir uns zum Abendessen wieder in die für uns reservierte Arvenstube, um dort den Abend mit ein paar Runden Rötli ausklingen zu lassen. An den folgenden Tagen befuhren wir die bekanntesten Alpenpässe Graubündens, sowie einige bekannte Insider Straßen. Dieses nun ausführlich zu beschreiben würde den Rahmen sprängen. Das Wetter spielte uns in der gesamten Woche seine volle Vielfältigkeit vor. Dies tat jedoch zu unserer Überraschung der Stimmung keinen Abbruch. Unter anderem besuchten wir Die Grande Dame der Davoser Kaffeehäuser. Das Schneider`s. Jedoch standen an den verbliebenden Tagen auch die anderen kulinarischen Spezialitäten auf unserem Plan. So zum Beispiel die Kindschi Söhne AG –das Traditionshaus für Weine und Spirituosen und Produzent des Röteli´s, der uns an den Abenden nicht nur die eine oder andere Stunde länger in gemütlicher Plauderrunde verweilen und unser erlebtes noch mal Revue passieren ließ, sondern auch die Diskusionen bezüglich der Fahrweise mit oder ohne Schweizernummernschild unterstrich. Auch die Fleischtrocknerei Sialm, mit ihren luftgetrockneten Fleischspezialitäten stand auf unserem Programm. Desweiteren führte unsere Tour durch die bekanten und für ihren Wintersport berühmten Orte: Klosters; ST.Moritz; Pontresina und natürlich Davos, das mit seiner Promenade und seinem See, an dem sich Eishörnchen von uns füttern ließen reizte. Die Kantonshauptstadt Chur mit seiner Altstadt lud uns bei sonnigem Wetter zum einem Spaziergang, sowie einem gemütlichen Mittagessen ein bevor es uns weiter zog. Bei all unseren Touren galt es natürlich Livigno nicht zu vergessen, der grenznahe Zollfreie Ort in Italien wo auch noch nach dem Tanken ein Lächeln in unseren Gesichtern zu sehen war. Jedoch erkundeten wir neben all den kulinarischen Köstlichkeiten auch viel weitere faszinierende Sehenswürdigkeiten, Historischer Bauten und geschichtsträchtigen Orte. Bei allen Routen galt es auch einfach mal anzuhalten, auszusteigen um sich in Ruhe umzuschauen und die Eindrücke zu genießen. Es war schon schade, das die Woche so schnell vorüber war und wir die Heimreise antreten mussten. Zugleich waren wir jedoch auch erleichtert, dass wir von Unfällen oder Ausfällen verschont blieben. Zum Ende möchte ich mich auch hiermit noch einmal bei allen Teilnehmern bedanken, die es uns erleichterten zum ersten Mal solch eine Wochentour zu organisieren. Vielleicht konnten wir hiermit auch dem ein oder anderen ein Teil der Schweiz näher bringen. Ein besonderer Dank gilt auch dem Hotel „Weisses Kreuz“, das auf unsere Sonderwünsche einging und das sich somit auch für andere Tourenfahrer empfiehlt.