Oktober-Ausfahrt des RT 37 Göttingen zur Grundmann-Sammlung

Das Museum der Familie Grundmann in Hessisch-Oldendorf war Ziel unserer Ausfahrt zum Saisonende. Und um es gleich vorweg zu nehmen: es war Cabrio-Wetter im Weserbergland am 14. Oktober 2017!
Doch der Reihe nach: die Grundmann Sammlung, ein privates, nicht öffentliches Museum, beherbergt weltweit die bedeutendste Sammlung von Ur-Käfern, frühen Porsche-Modellen und Rometsch-Umbauten. Darüber hinaus finden auch andere historische Sondermodelle, die auf Käferbasis montiert wurden, ihren Platz. Traugott Grundmann ist auch der Initiator und Veranstalter des weltweit größten Ur-Käfertreffens (und seiner Derivate), zu dem alle vier Jahre über 900 Fahrzeuge aus allen Ecken des Planeten auf eigener Achse (Bedingung!) nach Hessisch-Oldendorf strömen. Anfahrten aus Malaysia oder Indonesien dauern dann entsprechend drei Monate und mehr!

Durch die Bekanntschaft unseres RT-Leiters, Dr. Axel Görs, mit Herrn Grundmann kamen wir zu der exklusiven Einladung. Ralph Fiedler, bei uns für die IT zuständig, hatte eine wunderbare Route durch das Weserbergland zusammengestellt, und Axel Görs die Stationen zum Mittags- und Nachmittagstreffen ausgesucht. Alles klappte und harmonisierte vorzüglich!
Gesponsert von der Sparkasse Göttingen gab es ein Frühstück zur Stärkung vor der Fahrt. Zwischenstopp dann in Dassel im SterneSchuppen unseres RT-Leiters, wo ein halbes Dutzend Sterne auf die Besucher warteten (darunter zwei 107er). Dann durch malerische, hügelige, kurvige und herbstlich golden leuchtende Landstriche bis zum GolfClub Hameln zum Mittagessen. Diszipliniert kamen wir im Korso an.

Nun fieberten wir der Grundmann-Sammlung entgegen. Überaus freundlich begrüßte uns der Hausherr, erzählte von seiner 40 jährigen Sammelleidenschaft und dann staunten wir über alle Maßen, als die erste Halle betreten wurde: Porsche, Rometsch! Einer kostbarer als der Andere, perfekt von der eigenen Werkstatt restauriert. Doch Herrn Grundmann kommt es nicht auf den Wert der Fahrzeuge an: ihm sind Geschichte wichtiger, von Auto und Hersteller. Und so bekamen wir sehr viele Details zu hören, die man in der einschlägigen Literatur vergeblich sucht. Wir konnten nur alles aufsaugen und staunen. Hier auch schon ein erster Sonderling: ein viertüriger Käfer von Rometsch, der als Taxi im Nachkriegs-Berlin im Einsatz war!
Wir wechselten die Hallen, kamen in die Werkstatt, in der noch mit den Originalwerkzeugen gearbeitet wird. Dann die Sonderbauten von T1 und Käfern, mit Campingausbauten, Polizei und Krankenwagen. Und seltene Karmann-Umbauten bis zu einzelnen Prototypen. Die Abteilung Kriegsfahrzeuge faszinierte auf seine schaurige Weise und die besondere Rarität, das Käfer-Fahrzeug mit der Seriennummer 006 steht hier; nicht in Wolfsburg! Keine älterer Käfer ist bekannt.
Impressionen von Straßenszenen mit Käfern und (Hebmüller-) Cabrios rundeten die Führung ab, ehe wir in der Pepita-Bar mit Jukebox und dem Originalinterieur aus den 50iger Jahren (war im deutschen Film „Bandit“ Kulissenteil) landeten. Mehr als zweieinhalb Stunden durften wir Herrn Grundmann zuhören: allerherzlichsten Dank!

Danach hieß es Abschied nehmen, aber wir hatten noch nicht genug, fuhren nach Hameln, um an der Weser sitzend den Tag wieder und wieder Revue passieren zu lassen. Da müssen wir nochmals hin, war der einhellige Tenor; denn zu sehen gab es viel mehr, als wir heute erfassen konnten!

Highlight´s:

Treffen im Private Banking-Räumen der Sparkasse Göttingen.

Frühstück und „Lunch-Paket“ gesponsort von der Sparkasse Göttingen / Instruktionen zur Ausfahrt und zum Ablauf

Fahrt zum Zwischenziel in Dassel.

Fahrt und Mittagessen im Golfclub beim Schloss Münchhausen.

Letzte Etappe nach Hess. Oldendorff zur Grundmann-Sammlung.

Und zum Abschluss: Fahrt und Abschlussgetränk im Hamelner Melounge.