Grundmann-Sammlung, die Zweite!

Das private Automuseum der Familie Grundmann in Hessisch-Oldendorf war erneut Ziel unserer Ausfahrt zum nahenden Saisonende. Gestartet wurde in Dassel, einem kleinen Ort nahe Einbeck, der Heimat des PS.Speichers. Es ging über die Rühler Schweiz kurvig und steil auf- und abwärts an die Weser, immer dem Fluss folgend gen Norden. Das Weserbergland zeigte sich von der sonnigsten Seite und wer konnte, öffnete das Cabrio-Dach. Zwischenstopp und kleine Stärkung nahmen wir im GolfClub Hameln im Angesicht des Schlosses Schwöbber ein. Unsere 107er machten wirklich eine tolle Figur vor dieser eindrucksvollen Kulisse. Die zweite Etappe führte dann durch malerische, hügelige, kurvige Strecken zum Ziel.

Traugott Grundmann, Gründer der weltweit exklusivsten Sammlung von Ur-Käfern und frühen Porsche-Modelle war bestens gelaunt und verriet spannende Details, warum z.B. der Porsche 911 zu dieser Bezeichnung kam oder warum der Käfer ein Fahrzeug mit Luftkühlung werden sollte. Besonders spannend auch seine Anekdoten, wie so manches Auto durch Tauschgeschäfte zu ihm kam. Sein Ansinnen ist stets, das älteste Modell in seiner Sammlung zu haben.

Schon beim ersten Besuch vor zwei Jahren hatten wir den dringenden Wunsch, nochmals hier Gast sein zu dürfen. Und da unser RT 37 sich ständig erweitert, gab es viel mehr Erstbesucher als Wiederholer. Geboten wurde für jeden etwas, denn nach den wunderschön restaurierten Edelkarossen aus Porsches Feder waren nicht minder eindrucksvoll die Polizei-, Feuerwehr- und Krankenwagen in den Sonderaufbauten des legendären VW Bulli. Beeindruckend auch die Derivate, die aus Käfern entstanden, und elegant von Hebmüller und Rometsch konzipiert und gebaut wurden. Die original Rometsch-Werkzeuge finden sich hier und auf ihnen wird detailgetreu nun manches Ersatzteil nachgedengelt.

Wir hätten Herrn Grundmann noch ewig zuhören können: 40 Jahre Sammelleidenschaft stecken hinter seinem Wissen seit der „Kraft durch Freude-Wagen“ entwickelt wurde.

Dr. Axel Görs überreichte dem Gastgeber als kleines Dankeschön das PS.Speicher Lesebuch, in dem sich auch eine Geschichte findet, die das (übliche) Leid mit dem ersten Oldtimer beschreibt; in diesem Falle das zwischen einer Mercedes Heckflosse und unserem RT-Leiter (am Ende geht es gut aus).

Danach hieß es Abschied nehmen und im Konvoi ging es nach Schloß Hehlen, wo bei Kaffee und Kuchen und vor der malerischen Weser sich noch lange ausgetauscht wurde. Wie schon beim ersten Male waren sich alle einig: da müssen wir nochmals hin, denn abermals gab es viel mehr zu sehen und zu hören, als wir heute erfassen konnten!

Dr. Axel Görs