Der Techniktag fand am Samstag 09.05.2015 von 08:00 Uhr bis 15:30 Uhr in den Werkstatträumen des JB Automobilservice in der Bremer-Neustadt, Duckwitzstr. 52 statt. Herr Jordanland hatte sein gesamtes Team aufgeboten, um die Fahrzeuge unter die Lupe zu nehmen. Vierzehn Mitglieder hatten sich mit ihren Fahrzeugen angemeldet.
Nach einer kurzen Begrüßung ging es sogleich ans Werk:
Über den Bremsenpüfstand, Kontrolle der Scheinwerfer ging es auf die Hebebühne. Nachdem die Bremsflüssigkeit gemessen und die Sichtprüfung des Motorraumes abgeschlossen waren, wurden die Fahrzeuge von unten begutachtet.
Hierbei zeigte sich, dass die meisten Fahrzeuge sich in einem hervorragenden Zustand befanden. Die Teilnehmer konnten jetzt deutlich die Unterschiede zwischen alten und verschlissenen Fahrwerkskomponenten erkennen.
Mancher musste lernen, dass er noch einige Verbesserungen an seinem Fahrzeug vornehmen kann. So waren noch nicht alle Vormopfmodelle (1971-1985) mit Innenkotflügeln nachgerüstet worden.
Die Technikbeauftragten des RT 28 hielten sogleich die passenden Ersatzteilnummern dafür parat. Gleiches galt für fehlende oder völlig zerbröselte Dämmmatten unter der Motorhaube.
Ein Dauerbrenner scheint jedoch die Abgasanlage zu sein. Der Endschalldämpfer hatte entweder seine ursprüngliche Position verlassen oder war von vornherein nicht korrekt montiert worden. Erkennbar war dies an den Auspuffhaltegummis im Bereich der Heckschürze. Hier wurde auf die mit einer Kette verstärkte Ausführung hingewiesen, die sich aber nur bei korrektem Sitz der Anlage montieren lassen.
Sehr gut war bei den Teilnehmern der Kenntnisstand über das Alter der Reifen. Jeder konnte über die Einprägung der vierstelligen Ziffer hinter den Buchstaben DOT die Herstellungswoche und das –jahr erkennen. Zwischendurch ließ es sich der Chef, Herr Jordanland, nicht nehmen einen Ausflug in die Motorenkunde zu machen. Am ‚offenen Herzen‘ eines 110’er Motors (280 SL) erklärte er den Teilnehmern, dass es sich bei einer Zylinderkopfdichtung auch nur um ein ‚Verschleißteil‘ handelt. So wusste hinterher jeder Teilnehmer das ein Verlust von Kühlwasser, ohne jegliche Wasserspuren im oder unter dem Motorraum auf eine defekte Zylinderkopfdichtung schließen lassen. Das Hohnbild, Ablagerungen am Kolbenboden, Ventilschaftabdichtungen, Einspritzdüsen, Kettenspanner und weitere Bauteile wurden erklärt. Ihre jeweile Verfassung lassen Rückschlüsse auf den Zustand eines alten Motors zu.

Anzumerken ist, das über den ganzen Tag für das leibliche Wohl aller Teilnehmer von der RT-Leitung gesorgt wurde. Der hausgemachte Kartoffelsalat von Rita Schumacher war ‚Spitze‘.