Das diesjährige Jahrestreffen wurde mit einem Urlaub verbunden, den die Clubmitglieder Eibo Meyer und Rolf Schumacher mit ihren Ehefrauen Dagmar und Sabine schon 305 Tage vor dem Jahrestreffen verabredet hatten.
Am 30.05.2015 um 05.45 Uhr trafen sich die Urlauber mit ihren beiden 1984’er Mercedes 280 SL in Achim. Auf ein Frühstück hatte man in dieser Frühe verzichtet.
Dieses wurde am Autohof an der Abfahrt 66/Rhüden der A 7 im Hotel Schöfer ausgiebig nachgeholt. Das Frühstücksbuffet in familiärer Atmosphäre war ebenso gut, wie die Aussicht aus dem Wintergarten in die Harzlandschaft.
Nach nur einem Tankstopp wurde das Seehotel in Friedrichshafen bereits um 14:45 Uhr erreicht. So blieb noch Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang auf der Uferpromenade und Besuch der Strandbar, die sich gegenüber vom Seehotel befindet.
Für die folgenden Tage machten wir uns dann daran, die Ausflüge abzuarbeiten, die das Orga-Team um Wolfgang Bartel als Leiter des RT 88 bereits mit der Ausschreibung angepriesen hatte.
Am darauffolgenden Sonntag ging es sogleich mit dem SL Richtung Österreich, um mit der Gondel auf den Pfänder zu fahren. Fortan erfolgten alle Fahrten nur noch mit geöffnetem Verdeck.
Der Pfänder (1064 m) ist mit seiner einzigartigen Aussicht auf den Bodensee und auf 240 Alpengipfel der berühmteste Aussichtspunkt der Region.
Diesen Ausblick kann man leider nur schwer mit dem Fotoapparat einfangen.
Für den nächsten Tag war dann die Blumeninsel Mainau unser Ziel. Die Anfahrt erfolgte rund um den westlichen Teil des Bodensees. Auf dem Rückweg wurde noch ein Abstecher zum Rheinfall in Schaffhausen gemacht.
Zurück in Friedrichshafen wurde dann die Ufermeile mit ihren vielen Biergärten unsicher gemacht.
Am Dienstag wurde die Altstadt von Meersburg erkundet. Am Nachmittag blieb noch Zeit der Weinkellerei und Whisky-Brennerei Steinhauser in Kressbronn einen Besuch abzustatten, was dazu führte, dass das Kofferraumvolumen weiter eingeschränkt wurde.
Der Mittwoch wurde für eine vollständige Seeumrundung mit dem offenen Tourensportwagen genutzt. In Arbon wurde das Saurer Museum mit seinen alten Lastkraftwagen besichtigt. In Stein am Rhein wurden die Wandmalereien an den alten Häusern bestaunt. Nachdem diese Tour von Deutschland, Österreich und die Schweiz wieder zurück nach Deutschland führte, wurde in Singen ein Stopp am dortigen Auto-Salon-Singen gemacht. Dieser ist mit seinen exklusiven Sportwagen aus aktuellen und längst vergangenen Tagen weithin bekannt. Wir kamen uns mit unseren SL’s aus der Baureihe 107 jedoch etwas verloren vor. Gab es dort doch Fahrzeuge zu sehen, für die nicht einmal ein Sechser im Lotto ausreichend gewesen wäre.
Die nächsten beiden Tage blieben die SL ungenutzt in der Tiefgarage. Der Donnerstagvormittag an Fronleichnam wurde genutzt, um das Zeppelin Museum zu besichtigen. Die Damen hatten sich allerdings für einen Stadtbummel entschieden. Zufällig traf man sich dann an der Uferpromenade zum kleinen Mittagsimbiss am Lieblingslokal wieder.
Danach konnten endlich die Unterlagen im Graf-Zeppelin-Haus abgeholt werden. Obwohl das Orga-Team noch keine Bürozeit nicht hatte, herrschte schon reger Andrang und die Helfer hatten alle Hände voll zu tun.
Der Nachmittag wurde zur Abwechslung mal mit Nichtstun verbracht. Nur Rolf konnte wieder nicht still halten und putzte die Autos in der Tiefgarage.
Am Abend startete die Bustour zum Schloss Montfort.
Das Schloss Montfort am Bodensee ist das Wahrzeichen der Gemeinde Langenargen. Einst unter dem Namen Villa Argena geplant, sollte es König Wilhelm I. von Württemberg als Lustschloss dienen. Es entstand auf einer Landzunge am Platz der Ruine der Burg Argen. Heute befinden sich in ihm eine Diskothek und ein Gastronomiebetrieb, Sommerkonzerte finden im Saal des oberen Stockwerks statt.
Aufgrund des sommerlichen Wetters konnten wir sowohl drinnen als auch im Garten an der Uferpromenade einen Abend mit traumhaftem Sonnenuntergang erleben.
Der Freitag stand im Zeichen der Ausflüge. Wir hatten uns für das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen entschieden. Es gehört mittlerweile zum Weltkulturerbe.
Die Anfahrt erfolgte ausschließlich mit dem Schiff, wobei in Meersburg umgestiegen werden musste.
Trotz erheblicher Verspätung auf der Rückfahrt wurde die Abendveranstaltung auf der Euregia pünktlich erreicht. Bei der Euregia handelt es sich um die größte Autofähre auf dem Bodensee. Das Parkdeck wurde mit Bierwagen, Bühne und Bierzeltgarnituren ausgestattet und somit zum schwimmenden Festzelt umfunktioniert. Während der dreistündigen Fahrt über den Bodensee konnten die Segel von 350 Schiffen ausgemacht werden, die an einer Regatta teilnahmen. Abermals konnte ein toller Sonnenuntergang über dem Wasser fotografiert werden.
Am Samstag wurden die SL pünktlich um 08:00 Uhr aus der Tiefgarage zur gelben Ausfahrt ‚Boxenstop Ost‘ gefahren.
Der Zwischenstopp war in Ofterschwang auf der Weltcup Hütte. Die Talstation des Sesselliftes wurde geradezu in Rallyemanier angefahren. Dabei wurden die SL nicht geschont, sondern in den Serpentinen der Passstraßen bis an die Leistungsgrenze gescheucht. So war es nicht verwunderlich, dass die beiden Mitglieder des RT 28 nach dem Orga-Team den zweiten und dritten SL auf dem großen reservierten Parkplatz abstellten.
Im Verlauf des Tages stiegen die Auentemperaturen bis auf 34 Grad im Schatten an, so dass wir es fortan etwas ruhiger angehen ließen. Einen weiteren Zwischenhalt ließen wir aus und fuhren nach Friedrichshafen. Die Präsentation der vielen SL in der Innenstadt rund um den Hafen war schon beeindruckend. Es war fast zu warm, um das Jubiläumsbier zu genießen.
Der Galaabend fand im GZH statt. Noch während die Reden geschwungen wurden kam starker Wind auf und auf dem Bodensee bildeten sich Wellen mit Schaumkronen. Während es in Friedrichshafen trocken blieb, kamen infolge des Unwetters in der Region mehrere Menschen zu schaden.
Die Rückfahrt startete am Sonntagmorgen um 09:15 Uhr. Gegen 18:30 Uhr wurde das heimatliche Ziel in Achim wohlbehalten erreicht, nachdem diverse Staus auf Bundes- Land- und Kreisstraßen umfahren worden waren.
Nach acht Tagen zeigte der Kilometerzähler im SL des Berichtschreibenden 2.285 Kilometer mehr an. Bei der Einfahrt in die Garage zeigten dabei die letzten drei Stellen die Ziffern 107 an.
An dieser Stelle sei noch einmal dem Orga-Team für seine hervorragende Arbeit gedankt.

Rolf Schumacher

Hier nun die zugehörigen Bilder: