Der Techniktag des RT 28 fand am Samstag, 20.07.2013 in der Duckwitzstraße 52, 28199 Bremen in der Werkstatt des JB Automobil Service statt. Der Werkstattinhaber, Herr Hans-Joachim Jordanland, stellte nicht nur seine Werkstatt, sondern auch noch drei seiner Mitarbeiter mit ihrem Fachwissen  zur Verfügung. Weiterhin wurden mit Rolf-Dieter Gehle und dem Berichterstatter (Rolf Schumacher) zwei Fachleute aus den eigenen Clubreihen aufgeboten.
Mit der Anmeldung wurde erstmals ein kleines Nenngeld per Überweisung fällig. Die Reihenfolge der Fahrzeugüberprüfungen war damit nach dem Zahlungseingang vorgegeben.
Es hatten sich dreizehn Teilnehmer angemeldet, die schon zum Großteil vor 09:00 Uhr auf den Hof mit ihren 107’ern fuhren.T28_2013_02
T28_2013_04Nach dem Gruppenbild hatten die Teilnehmer einen sogenannten Laufzettel aus dem Gedächtnis auszufüllen. Neben dem Namen, Kennzeichen und Baujahr wurden fünf Fragen gestellt. Hierbei galt es TÜV-Termin, Reifenalter und den letzten Wechsel der Bremsflüssigkeit aufzuschreiben. Um später einen ‚Gewinner‘ ermitteln zu können, sollten auch noch zwei Fahrzeugbauteile (Vorderachsgummilager u. Stoßstangengrundträger hinten rechts) erkannt und benannt werden.
Mit fünf Punkten ging Bernd Swiat als Sieger hervor und wurde für sein Wissen mit einer Flasche Club-Sekt belohnt.
Die anschließende Fahrzeugbegutachtung fiel für den einen oder anderen ernüchternd aus, obwohl für das leibliche Wohl der Besitzer gesorgt worden war.
T28_2013_03Häufigster Mangel war das Alter der Bremsflüssigkeit. Das Testgerät meldete immer wieder zu hohe Wasseranteile. Aber auch die Auspuffgummis gaben häufig Anlass zur Besorgnis. Drei Auspuffendtöpfe und auch drei Starterbatterien näherten sich ihrem Lebensende. Fahrwerkskomponenten und Hardyscheiben fanden sich ebenso wie fehlende Innenkotflügel bei den Vormopf Modellen auf den Mängellisten wieder. Auch fehlte bei zwei Fahrzeugen mit den schweren 8-Zylinder Motoren aus der Zeit von 71 bis 85 eine Verstärkung am Vorderachsträger, obwohl sie seinerzeit vom Hersteller als ‚Kundendienstmaßnahme‘ nachgerüstet wurde. Mittlerweile sind auch schon Risse im Vorderachsträger von 6-Zylinder Modellen bekannt geworden.
Es wurde nun für einige deutlich, dass auch ein frisches Prüfsiegel am Nummernschild nicht alles über den Zustand eines 107’ers aussagt.
T28_2013_05Das Richtscheid zeigt an diesem 280 SLC, wie dem Fahrzeug in den letzten Jahren durch falsches Aufbocken auf dem Schweller im Bereich der Wagenheberaufnahmen schwerer Schaden zugefügt wurde.
T28_2013_06Rostfraß an Innen- u. Außenschweller sind die unausweichliche Folge.
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