Am 5. Mai 2019 trafen sich die Besatzungen von insgesamt 24 SL des RT 20 am Tankpark in Hamburg- Moorfleet, um die Saison einzuläuten.

Im Jahr 2019 jährte sich der Fall der innerdeutschen Grenze zum 30. Mal. Ein guter Grund, sich einmal näher mit der Geschichte des Eisernen Vorhangs und dem Leben der Menschen im ehemaligen Zonengrenzgebiet zu beschäftigen. So stellten die Veranstalter Kerstin und Thomas unsere Tour unter das Motto diese denkwürdigen Ereignisses Deutscher Geschichte.

Bei stahlblauem Himmel starteten wir gen Osten, wenngleich die Temperatur von frischen zehn Grad das Roadsterfeeling nicht gerade beflügelte. Zunächst führte unser Weg durch die sog. Vierlande. Man mag es kaum glauben, aber auch diese idyllische dörfliche Landschaft gehört zweifelsfrei zu den Schönheiten der Metropole Hamburg. Weiter ging es durch den Süden des Kreises Herzogtum Lauenburg direkt in das ehemalige Zonengrenzgebiet zwischen Schleswig- Holstein und dem heutigen Mecklenburg- Vorpommern. Entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs erreichten wir unser Etappenziel, die Kutscherscheune auf dem Gutshof in Groß Zecher am Schaalsee. Hier im Herzen des Naturparks Lauenburgische Seen, wurden wir bereits mit einem Mittagsbuffet von unserer Gastgeberin erwartet.

Nach einer ausgiebigen Pause führte unser Weg weiter durch das Mecklenburgische Grenzgebiet nach Schlagsdorf in der Nähe des Ratzeburger Sees.

Unter fachlicher Führung besuchten wir dort das Museum „Grenzhus“, welches sich in einer sehr interessanten Dauerausstellung mit der Deutschen Teilung nach 1945 sowie dem Leben der Menschen im Zonengrenzgebiet befasst. Teil des Museums ist auch ein Außengelände, wo ein Abschnitt der ehemaligen Grenzbefestigungsanlagen im Maßstab 1:1 dargestellt ist. Hier wurden uns in eindrucksvoller Weise einige Geschichten von gelungenen, aber auch missglückten Fluchten von DDR- Bürgern berichtet.

Im direkt an das Museum angrenzenden Cafe Grenzstein ließen wir den Tag bei Kaffee und Kuchen ausklingen.